Jeni
7. September 2017
BABY, LIFESTYLE, MAIN, PERSONAL STUFF, TRAVEL

Der etwas andere Urlaub

Etwas hat sich verändert! Und ich weiß nicht so richtig, wie ich damit umgehen soll. Die ei gentlich schönste und entspannendste Zeit, die man sich mindestens einmal im Jahr gönnt, ist nicht mehr so wie sie einst war. Wenn ich hier von Zeit spreche, meine ich schlicht und ergreifend: Urlaub. Seitdem unser Sohn Ion auf der Welt ist, hat sich unsere Art des Urlaubmachens ganz klar verändert.

Gerade vor kurzem waren wir für drei Wochen zu dritt in Griechenland, um unseren „Urlaub“ zu zelebrieren. Einige Tage verbrachten wir am Meer und einige Tage in den Bergen bei Ions Urgroßmutter. Mit 89 Jahren hält sie sich sehr wacker. Sie kocht, backt das leckerste Brot überhaupt und hat einen super lustigen, sarkastischen und amüsanten Humor. Früher als wir noch nicht Mama und Papa waren, hatte wir so viel ruhige, entspannte Zeit, dass wir so richtig abschalten konnten und den Urlaub zur totalen Entspannung genutzt haben. Ich erinnere mich sogar daran, dass ich mich ab und zu gelangweilt habe in den 3-4 Wochen, die wir seit Jahren jeden Sommer hier in Griechenland verbringen. Jetzt ist das undenkbar! Der Kleine hielt uns so auf Trab, dass die Tage vergingen und wir erschöpft ins Bett fielen.

Manchmal kommt mir der Gedanke auf, dass es im Urlaub noch anstrengender ist als Zuhause. Es fehlen die hart erarbeiteten Rituale, die zur Hand liegenden Utensilien und das beruhigende und bekannte Schlafzimmer. Alles wird neu gemixt und wir müssen uns zu dritt neu arrangieren. Das kann eine ganz große Herausforderung sein. Und nicht nur das. Hinzu kommt noch das Bedürfnis zu entspannen. In unseren Köpfen lebt schon Jahrelang die Gepflogenheit, dass im Urlaub entspannt wird. Und was passiert, wenn das von Grund auf geändert wird? Wir werden sauer, genervt und reizbar. Oben drauf kommen noch die Schuldgefühle, diese schlechten Gefühle in uns zu haben. Wir haben unseren Kleinen doch so lieb. Alle diese Gefühle müssen wir verarbeiten und uns daran gewöhnen, dass das Leben zu dritt ein anderes ist. Ich denke, erst die Akzeptanz dieses Zustands und eine Menge Verständnis für die kleinen Ausbrüche des Partners, lassen uns in unsere neuen Rollen reinwachsen und die Familienzusammengehörigkeit wächst.

Ich habe euch hier ein paar Urlaubstricks und -tipps zusammengeschrieben und vielleicht helfen sie euch euren Urlaub auch entspannter zu gestalten.
  1. Legt euch ein paar zusätzliche Spielsachen für euren Urlaub zu. Wir haben eine Schaukel, eine Rutsche, ein Planschbecken und viel Buddelzeug mitgenommen, damit der Kleine auf unterschiedlichste Weise Unterhaltung findet. So planscht der Kleine und wir können einige Minuten am Kaffee schlürfen.
  2. Nehmt unbedingt euer Babyphon mit! Das ist mit das Wichtigste, um die Mittagsschläfchen und Abende in Ruhe zu zweit genießen zu können.
  1. Dieser Tipp kostet euch zwar einige Euros mehr, erspart euch aber viel Stress. Nehmt euch im Urlaub ein Apartment mit zwei Zimmern oder einer großen Terrasse oder einem Garten. In nur einem Zimmer wird es ab 21 Uhr sonst sehr langweilig und leise. Wenn das Kind schläft, muss das Zimmer verdunkelt und die Geräuschkulisse minimiert werden. Ihr sitzt dann frustriert im gleichen Zimmer und könnt nicht so richtig reden oder „andere Dinge“ machen. Und wenn ihr euch einmal im Jahr einen schönen Urlaub gönnt dann sollte dieser euch auch die Möglichkeit bieten eure Zweisamkeit zu genießen.
  1. Am besten, ihr erkundigt euch auch, wo der nächste Kinderarzt ist. So erlebt ihr keine böse Überraschung und seid bestens vorbereitet, wenn das Kind kränkelt. Unser Ion war schon zweimal krank im Urlaub und musste zum Kinderarzt. Also ist das keine Seltenheit.
  1. Stresst euch bloß nicht mit dem Einhalten von Schlafenszeiten. Im Urlaub ist alles anders und lockerer. Es ist auch nicht schlimm, das Kind neben euch im Kinderwagen schlafen zu lassen, während ihr gemeinsam ein schönes Abendessen mit ein paar Drinks genießt. Wir haben es sogar so gemacht, dass wir vor dem Abendessen, sprich gegen 21 Uhr, mit dem Kleinen so lange spazieren waren, bis er eingeschlafen ist. So konnten wir einen ruhigen und erholsamen Abend im Restaurant ohne Babysitter erleben. Mit einem einjährigen Kind kann ein Restaurantbesuch schnell zu einer Tortur werden.

Jetzt klappt es bestimmt, Entspannung, Spaß und viel Liebe im Urlaub zu genießen!

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       © Ricarda Schueller Photography

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