Jeni
19. Januar 2017
BABY, EVENT

24 Stunden Amsterdam: Market by kleine Fabriek

Wie versprochen folgt jetzt ein ausführlicherer Beitrag, in dem ich euch berichte, was ich denn überhaupt so in Amsterdam getrieben habe. Dass mein Ausflug nach Amsterdam ziemlich spontan kam, habt ihr wahrscheinlich schon bei Mummy-Mag gelesen.

Und wer es von euch noch nicht mitbekommen hat: Seit diesem Monat schreibe ich nicht nur hier auf meinem persönlichen Blog, sondern auch für Mummy-Mag. Mein Themenschwerpunkt wird die Mama-Auszeit sein. Ich werde euch schöne Orte zeigen, die euch dabei unterstützen sollen euren Alltags- und Mamastress mal für kurze Zeit zu vergessen und zu entspannen. So ist eine gelungene Mama-Auszeit vorprogrammiert. Und genau Mummy-Mag war der Grund für meine spontane Reise nach Amsterdam.

Camilla, die ihr 3. Schwangerschafts-Trimester erreicht hat, plagt so allmählich der Rücken. Aus diesem Grund fragte sie mich, ob ich nicht Lust hätte sie in Amsterdam zu vertreten, um die Kindermodemesse Market by Kleine Fabriek anzuschauen und nach schönen Brands zu scouten. Zwei Tage vor Abflug war das natürlich sehr kurzfristig für mich als Neu-Mama. Ich habe bis dahin noch keine einzige Nacht ohne meinen Sonnenschein verbracht. Doch andererseits war das eine super Gelegenheit und ich war auch noch nie in Amsterdam. Nach kurzer Absprache mit meinem Supermann war die Sache gebombt: auf nach Amsterdam!

Der Tag begann früh, da mein Flieger schon um 8 Uhr den Berliner Boden verlassen sollte. Was bedeutet: ganz früh aufstehen, rausschleichen, fertigmachen und schnell ins Taxi springen. Im Flugzeug konnte ich mich noch schön zurücklehnen und über meine Trennung von 24 Stunden nachdenken. Zum Glück saß Isa von den Hauptstadtmuttis direkt neben mir. So war ich abgelenkt und hatte keine Zeit melancholisch zu werden. Isa ist eine sehr nette, sympathische und aufgeschlossene Frau, die gerade zufällig auch schwanger ist. Zusammen mit Isa verging der Flug wie im Fluge. Jules Villbrand von Herz&Blut war auch an Bord, allerding etwas weiter weg von uns.

Angekommen in Amsterdam nahmen wir drei ein Taxi zu unserem Hotel, wo uns schon Lola von Prag PR erwartete. Jetzt noch schnell die Koffer deponieren und nichts wie los zur Messe!

Die Messe war das reinste Einkaufsparadies. Das Farbkonzept war sehr fröhlich in rosa und grün gehalten. Alles sehr aufeinander abgestimmt, sogar die Hostessen waren einheitlich gekleidet und geschminkt. Die Aufmachung zauberte uns dreien ein Lächeln ins Gesicht. Nach einer Konzepterneuerung war der Market kreisförmig ausgerichtet, sodass die äußeren Bereiche für die großen Marken und die inneren den kleineren Marken und Start-ups zur Verfügung standen. So konnten sich die kleineren, für mich interessanten Labels eine ideale Präsentationsfläche aufbauen. Ich konnte in Ruhe mehrmals im Kreis spazieren und mir so die Kollektionen anschauen. Ein wahrer Traum für uns Mütter. Vieles hätte ich am liebsten gleich mitgenommen. Auf der Messe wurde ein schöner Lunch für uns organisiert und wir bekamen alle prallgefüllte Goodiebags.

Meine Highlights:

Petit Juul ist ein Label aus den Niederlanden mit handgearbeiteten Baby- und Kids-Kleidungsstücken. Wir freuen uns über Motive wie Kakteen und skizzierte Origami Vögel.

Bei Bonjour Maurice werden die Kleidungsstücke so produziert, dass man sie beidseitig tragen kann. Diese Idee finde ich besonders gut! Eine Seite ist meistens farbenfroh mit Motiven gestalten die andere dagegen einfarbig und zart gestaltet. Je nach Stimmung können die Kleinen sich entscheiden, welche Seite heute dran ist.

Laufen, das geht doch Easy Peasy. Getreu dem Markennamen möchte Easy Peasy mit ihren Kinderschuhen die besten Voraussetzungen für den vergötterten Baby- oder Kinderfuß schaffen. Alle Schuhe werden aus Lammleder hergestellt. Besonders großen Wert legt Easy Peasy auf eine ökologisch saubere Produktion – deshalb werden alle Schuhe pflanzlich gegerbt.

Ein sehr frisches und neues Label aus Dänemark: Ukkoni hat sich auch ganz klar einen Platz auf meiner Favoritenliste verdient. Die Kleidung wird in Nepal unter fairen Bedingungen hergestellt. Unter dem Motto „See the world through the eyes of a child“ richten sie sich nach den Bedürfnisse unserer Kinder. Bei ihrer ersten Kollektion setzen sie auf geometrische Formen mit schwarzen oder pastelligen Farbkombinationen.

Dauerschön: Koeka! Ein wahrer Kissen- und Deckentraum erwartete mich bei Koeka. Am liebsten hätte ich mich hier selbst in ein Babybettchen gelegt. Doch nicht nur das produziert die niederländische Marke: Kleidung und Accessoires werden auch in wunderschönen zarten Farben hergestellt, auf Motive wird bei Koeka ganz verzichtet. Diese sind auch gar nicht nötig. Es ist mal ganz erfrischend ein motivfreies Kleidungsstück im Schrank zu haben.

Und nun mein absolutes Highlight: Die Krabbelsachen von Go Baby Go. Vielleicht beeinflusst mich, dass Baby Ion gerade im Krabbel-Anfangsstadium ist. Aber nichtsdestotrotz sind die Krabbelsachen einfach super praktisch und zugleich schön. Go Baby Go ist ein Label aus Dänemark. Sie haben sich ganz auf die Unterstützung der motorischen Fähigkeiten spezialisiert und produzieren rutschfeste Socken, rutschfeste Knieschützer, Krabbel-Strumpfhosen und Krabbel-Leggings. Sehr praktisch sind die rutschfesten Knieschützer – man kann sie über jede Strumpfhose ziehen und das große Krabbeln kann beginnen!

Nachdem wir dann gefühlte tausend mal im Kreis gelaufen sind und uns alle Brands verinnerlicht haben, ging es gegen 17 Uhr wieder ins Hotel – eine kleine Ruhepause war dringend notwendig. Ab ins Bett und mit meinem Mann telefonieren war angesagt. Schon war die Stunde vorbei und es hieß warm anziehen, um die Stadt zu erkunden.In der Innenstadt haben wir die Amsterdamer Grachten angeschauten und ich war ziemlich erstaunt, dass am Sonntagabend noch so viele Läden offen waren. Leider konnten wir uns Amsterdam nicht so richtig anschauen, da der Tag schon für die Messe reserviert war. Allerdings werde ich bestimmt nochmal nach Amsterdam fahren und Sightseeing ganz groß schreiben. Nachdem wir unsere entspannte und kleine Tour beendet haben, wollten wir den Abend in einem gemütlichen italienischen Restaurant ausklingen lassen. Bei Antipasti, Spaghetti und Wein wurde gequatscht und entspannt. Am nächsten Morgen ging es dann wieder ganz früh zurück nach Berlin.

Ein sehr intensiver, aber erfolgreicher Tag lag also hinter mir. Das einzige kleine Übel waren meine prallen Brüste und das mühselige abpumpen. Da ich noch stille, musste ich über den Tag öfter mal an die Brust. Wenn dafür gerade keine Zeit oder kein Ort zur Verfügung stand wurde es etwas unangenehm. Ansonsten haben Ion und ich die 24 Stunden gut durchgestanden und sind vorbereitet auf die nächste Trennung im Februar – da geht es nämlich nach Paris. Hier könnt ihr erfahren, was ich dort vorhabe.

Vielen lieben Dank Mummy-Mag für die tolle Reise, die Messe und die Erfahrungen, die ich machen durfte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*