Jeni
9. August 2016
BABY, SPORT

J.Klatsch: Jonglieren mit drei Persönlichkeiten – Mädchen, Frau, Mama!

Wenn man geboren wird, braucht man bis zu einem gewissen Alter die Hilfe der Eltern, um die kleinsten Dinge zu befriedigen, die man in seinem Leben braucht. Essen, einen sauberen Po, das Gefühl, in den Schlaf geschaukelt zu werden oder ein liebevolles Lächeln. Später möchte man all diese nun leicht erscheinenden Dinge selber machen. Man ist ja schließlich erwachsen und kann natürlich alles schon. Das kleine Kind ist nun kein Kind mehr, sondern alt genug, selbständig zu Essen, ja sogar zu kochen. Auf Toilette möchte man um gar keinen Preis begleitet werden und um einzuschlafen reicht ein gemütliches Bett. Nach dieser Phase schlägt auf einmal alles um und man ist selbst die Person die zu essen gibt, den Po sauber macht und schaukelt. Sein Kind belächelt und alles macht, dass dieses Lächeln erwidert wird.

Wie ihr alle schon wisst, bin ich in dieser Phase angelangt. Es ist die schönste und zugleich die anstrengste Phase bis jetzt. Die Balance zu halten zwischen dem inneren Mädchen, der äußeren Frau und der neu auferlegten Rolle der Mutter ist eine schwere Aufgabe, in die man reinwachsen muss. Schon während der Schwangerschaft habe ich bemerkt, dass mein Verhalten sich geändert hat. Ich war natürlich eingeschränkter, aufmerksamer und entwickelte langsam eine starke Liebe für das noch unbekannte Wesen in meinem Bauch.

Ich sah das als kleine Vorbereitung auf das, was noch kommt. Schließlich folgte die Geburt, das sogenannte Portal von nur Frau sein zu Mama sein. Höllische Schmerzen, ehrgeiziges Pressen und geübte Geduld bereiten eine Frau darauf vor, ihr kleines geliebtes Abbild der Liebe zu ihrem Partner in Empfang zu nehmen. Ich habe diese schmerzhafte aber auch schöne Grenze überschritten. Nun folgen andere schwere Herausforderungen, die ich als veränderter Mensch meistern muss.

Damit meine ich nicht nur das Kleine zu behüten und seine Bedürfnisse zu befriedigen. Auch die vorher angesprochene Balance muss erprobt und hergestellt werden, damit man sein Leben zufrieden gestalten kann. Es ist sehr wichtig, sich vor Augen zu führen, dass man nicht nur Mama ist. Nein, man ist auch Frau und zugleich ein wenig Mädchen. Ich möchte nicht nur als Mama gesehen werden und nur nach meinem Baby gefragt werden, wenn man mich trifft. Ausgehen, Sport treiben und Freunde treffen sind weiterhin ein wichtiger Bestandteil in meinem Leben und erlauben mir abzuschalten. Dies ist meiner Meinung nach sehr wichtig, um stets liebevoll zu seinem Kind zu sein. Ist man selber zufrieden und ausgeglichen, ist es auch dein kleiner Sonnenschein. Zwar ist dieser Spagat schwer, doch er ist zu schaffen.

Ich probiere nun jeden zweiten Tag für 30 – 40 Minuten Joggen zu gehen und spanne meine Schwester oder Mutter ein, auf den Kleinen aufzupassen. Diese halbe Stunde ist für mich Gold wert. Ich kann all meinen Stress abbauen und den Reset Button drücken, damit ich wieder mit Spaß und Energie meinen Engel versorgen kann. Natürlich kann man sich diesen Luxus erst nach einigen Wochen gönnen, wenn das Baby und man selbst dafür bereit ist. Wenn ihr keine Geschwister habt oder eure Eltern weiter weg sind, fragt Freunde, euren Mann oder eine erfahrene Tagesmutter. Meist ist man zwar zu stolz andere um Hilfe zu bitten, aber in diesem Fall tut ihr das für euer Kleines. Es wird sich besser fühlen, wenn ihr euch besser fühlt.

Was mir auch sehr wichtig ist, sind die Streicheleinheiten mit meinem Mann. Ich nutze jede Gelegenheit, mich an ihn zu kuscheln, denn die Zweisamkeit leidet am Anfang immer. Und wir sind ja nicht nur Mama und Papa. All diese kleinen Dinge schaffen eine Balance zwischen meinen unterschiedlichen Bedürfnissen. Ich freue mich schon wahnsinnig auf einen Abend mit Freundinnen und Cocktails, doch das muss leider noch ein wenig warten, da ich stille. Aber ich marschiere immer weiter nach vorne.

Was macht ihr, um als frisch gebackene Mama stets zufrieden zu sein? Und sich nicht selbst aufgeben zu müssen?

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